Falsche Virenwarnung

Seit Anfang 2001 kursiert per Mail eine Virenwarnung, die vor einer Datei namens SULFNBK.EXE warnt. Kurz gesagt: Diese Virenwarnung ist falsch und kann geflissentlich ignoriert werden. In der Virenwarnung wird dieser Datei "Virentätigkeit" unterstellt. Es kursieren verschiedene Meldungen, unter anderem mit Verweisen auf totalen Datenverlust oder Zeitpunkte einer möglichen Aktivierung. Zudem wird man dazu angehalten, diese Warnung an möglichst viele Bekannte weiterzuleiten, wodurch die Meldung in Abständen immer wieder in Umlauf kommt.

Tatsächlich ist aber auf vielen Windows-PCs im Ordner C:\Windows\Command\ eine Datei dieses Namens vorhanden. Zudem ist ihr auch ein etwas seltsames Symbol zugeordnet, das vielleicht auf den ersten Blick misstrauisch macht. Dies ist aber eine harmlose Windows-Systemdatei, die im DOS-Modus zur Unterstützung bzw. Wiederherstellung der langen Dateinamen dient. Wenn diese Datei also auf Ihrer Festplatte liegt und Ihr frisch aktualisierter Virenwächter sich beim Scannen der Datei nicht daran stört, haben Sie gar nichts zu befürchten.

Anders ist es hingegen, falls Sie die Datei SULFNBK.EXE als Mail-Beilage erhalten sollten. Tritt dieser Fall ein, ist wahrscheinlich folgendes passiert: Der PC eines ein Benutzers, der Ihren Namen im Adressbuch hat, ist mit dem Magistr-Wurm infiziert. Da der Magistr-Wurm zuerst bestehende Dateien im Windows-Ordner infiziert und weiterverschickt, ist die Chance relativ hoch, dass es dabei eben diese SULFNBK.EXE erwischt. Resultat: Alle Adressen in seinem Adressbuch erhalten ein Exemplar dieser – in diesem Fall infizierten – Systemdatei.

Wer sich durch die Virenwarnung dazu verleiten ließ, die SULFNBK.EXE zu löschen, kann die Original-Datei von der Windows-CD wiederherstellen. (März 2001)

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