Allgemeines
Zunächst ist es eine Ermessensfrage und eine technisch begründete Überlegung, ob das €-Symbol oder die Zeichenfolge EUR
verwendet werden soll. Durch Verwendung von EUR besteht eine maximale Kompatibilität zu verwendeter älterer Hard- und Software, ferner ist dabei auch
zu erwägen, dass für Deutsche Mark schließlich auch kein Sonderzeichen definiert ist. Der Nachteil ist, neben Layout- und Geschmacksfragen, hauptsächlich darin zu sehen,
dass in Listen und Belegen die Zeichenfolge EUR deutlich mehr Raum als das Euro-Zeichen benötigt, somit die Gestaltungsmöglichkeiten der entsprechenden
Formulare oder Belege erheblich eingeschränkt sein können.
Die Verwendung des Euro-Symbols ist zeitgemäß und modern, gestattet einen besseren Freiraum bei der Gestaltung von Listen und Formularen, ist jedoch nicht
ganz unproblematisch bei der Verwendung von älterer Hard- und Software.
Grundsätzliches
Unter Windows können Sie die Währungseinstellungen mit der Systemsteuerung ändern. Wählen Sie dafür Systemsteuerung - Ländereinstellungen -
Währung. Geben Sie in das Feld Währungssymbol das gewünschte Währungskurzzeichen ein bzw. wählen Sie das gewünschte Kurzzeichen aus der Liste.
Windows 95
Die Unterstützung für das Euro-Währungssymbol erfordert ein Update. Verwenden Sie dieses Update keinesfalls mit Windows 98.
Windows 98
Windows 98 hat die benötigten Fonts und Treiber zur Unterstützung des €-Zeichens.
Windows NT 4.0
Die Euro-Unterstützung besteht seit Servicepack 4, die höheren Servicepacks schließen einen Eurounterstützung natürlich ebenfalls ein.
Windows 2000 hat die benötigten Fonts und Treiber zur Unterstützung des Euro-Zeichens.
Für Mail-Programme gilt: Neben den genannten Voraussetzungen (Euro-fähiges System mit den entsprechende Schriftarten) muss sowohl das
sendende als auch das empfangende Programm das Euro-Symbol richtig interpretieren können. In den meisten Fällen kann der Anwender davon ausgehen,
dass dies der Fall sein wird. Wer ganz sicher gehen will, sollte das Währungszeichen als "EUR" abkürzen oder auch "Euro" schreiben, insbesondere im
internationalen Nachrichtenaustausch ist dieses Verfahren zu empfehlen.
Es sind zwei Unterscheidungen zu machen: Zunächst, ob die verarbeitende Software überhaupt in der Lage ist, in Euro geführte Beträge zu
verarbeiten, zum anderen steht die Frage, ob das Euro-Symbol zu Papier gebracht werden kann. Die Eurofähigkeit der verarbeitenden Software soll hier nicht
Gegenstand sein, diese Materie ist außerordentlich komplex und sehr von der verwendeten Software abhängig. Wohlgemerkt sind mit "verarbeitender Software"
nicht Word, Excel oder andere Officesysteme gemeint (hier ist die Eurofähigkeit kein Problem), sondern die jeweils verwendeten Buchhaltungs- und
Verwaltungssysteme. Bei derartigen Systemen überschreitet die Frage der Eurofähigkeit mit Datenkonvertierung, Offene Posten-Verwaltung, Lagerbewertungen
und vielem mehr den Umfang der Abhandlung.
Grundsätzlich ist zu sagen, das fast alle Windows-Anwendungen das Euro-Symbol als Währungssymbol verwenden können, wenn die entsprechenden system-, hard- und
softwaremäßigen Vorraussetzungen geschaffen wurden. Hardwareseitig bedeutet alle Geräte, insbesondere Drucker, können das Eurosymbol mit den internen
Zeichensätzen darstellen oder die Treiber sind auf Bitmap-Verarbeitung eingestellt. Systemseitige Vorraussetzungen bedeutet, das Betriebssystem selbst
ist in der Lage, das Eurosymbol darzustellen und auch auf die angeschlossenen Geräte auszugeben.
Softwareseitig ist es nicht so einfach, neben der grundsätzlichen Eurofähigkeit der verarbeitenden Software sind hier vielfach Updates für die Bereiche
Formular-, Listen- und Berichtsgestaltung notwendig.
Häufig wird bei DOS-Anwendungen nach der Ausgabe des Eurosymbols gefragt, um das zu realisieren sind im Regelfall aufwendige Druckeranpassungen notwendig, hier
ist eine Verwendung des EUR-Kurzzeichens zu empfehlen.