RAID
Begriffsklärung
RAID steht für 'Redundant Array if Inexpensive Disks", die
deutsche Übersetzung würde in etwa "redundante Gruppe preisgünstiger Festplatten"
bedeuten. Die RAID-Spezifikation umfasst mehrere Level, diese sind im
nachfolgenden Text beschrieben. Bei der Auswahl einer RAID-Lösung sollte nach
Möglichkeit einer Hardwarelösung der Vorzug gegeben werden. Die Hardwarelösungen
sind zwar deutlich teurer, stellen jedoch eine erhebliche Reduzierung der
Prozessorlast bei einer gleichzeitig besseren Performance dar. Die Vielzahl der nachfolgend beschriebenen
RAID-Level gibt es, da für die
unterschiedlichen Anwendungsbereiche unterschiedliche
Lösungsmöglichkeiten entwickelt worden.
RAID Level 0
Die Verteilung der Daten über mehrere Festplatten bringt eine Beschleunigung der Datenübertragung, allerdings ohne Fehlertoleranz. Viele
Betriebssysteme bieten diese Funktion softwarebasierend an, dort wird vielfach
von "Striping" gesprochen.
RAID Level 1
Spiegelung der Daten auf eine (physikalisch möglichst
gleiche) zweite Platte um die Ausfallsicherheit zu erhöhen. Auch diese Funktion
wird softwareseitig von vielen Betriebsystemen angeboten, häufig als "mirroring"
bezeichnet. Level 1 bietet eine hohe Sicherheit, jedoch bei hohen Kosten durch
die doppelte Auslegung des benötigten Speicherplatzes.
RAID Level 2
Eine Verbindung der Verfahren RAID 0 und RAID 1. Hierbei
werden aber nicht alle Daten doppelt gehalten und dieses Verfahren ist nur bei
großen Datenmengen und einer großen Anzahl (>10) verwendeter Festplatten effektiv.
RAID Level 3
Stellt die Fehlerkorrektur mit einer separaten Paritäts-Festplatte
dar. Es erfolgt ein
Bit-Vergleich bzw. eine Bit-Korrektur über XOR. Dieses Verfahren wird in
Bereichen eingesetzt, in denen große Datenmengen in hohen Blockgrößen zu
bearbeiten sind, speziell im Audio- und Video-Bereich.
RAID Level 4
Funktioniert wie Level RAID 3, jedoch erfolgt der Vergleich
bzw. die Korrektur über Blöcke und Sektoren. Der Datendurchsatz wird hier bei
kleinen Datenmengen erhöht. Das Problem bei Level 3 und 4 ist die Verwendung
einer einzelnen Platte für die Korrektur, es muss also bei Schreibzugriffen immer auf diese eine
Platte zugegriffen werden. Das stellt eine Einschränkung der Performance dar.
RAID Level 5
Funktioniert wie Level 4, jedoch werden die
Korrekturinformationen über alle eingebundenen Festplatten verteilt. In
Abhängigkeit von der Qualität des Controllers besteht hier die Möglichkeit, eine
Performance fast wie bei RAID 0 zu erreichen. Beim Schreiben von Daten sind
umfangreiche Rechenoperationen zu Erzeugung der Paritätsinformationen
erforderlich, daher sollte hier unbedingt eine Hardwarelösung angestrebt werden.
Jedoch wird auch dieses Verfahren von
einigen Betriebsystemen softwareseitig angeboten, häufig als "Parity Striping"
bezeichnet.
RAID Level 10
Kombination von RAID Level 0 und RAID Level 1, es handelt
sich hier also um eine komplett gespiegelte und gespannte Kombination von
Laufwerken. Dieses Verfahren stellt ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit bei einer
sehr guten Performance dar, der Hardwareaufwand ist jedoch gleich des Level 1.
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