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E-Mail-Sicherheit

Bedeutung von E-Mail

Der Austausch von elektronische Nachrichten stellt für Unternehmen den wichtigsten Nutzfaktor des Internet dar. Die Vorteile gegenüber konventionellem Postversand liegen in den geringen Kosten, der hohen Übermittlungsgeschwindigkeit und in der Möglichkeit der Übertragung fast beliebiger Inhalte.
Natürlich bestehen auch hier Sicherheitsrisiken:
  • Infektion durch Viren
  • Informationsverlust oder unerlaubte Einsichtnahme Dritter
  • Missbrauch der eigenen E-Mail Infrastruktur
  • Verlust der Vertraulichkeit von Informationen
  • Unerlaubte Weitergabe wichtiger oder kompromittierender Informationen
  • Nachrichten mit gefälschten Absenderdaten
  • Nachrichten mit veränderten Inhalten
  • Verunsicherung durch Spam
Vireninfektionen können durch geeignete Schutzprogramme (wir empfehlen Norman Virus Control) nahezu ausgeschlossen werden, soweit sichergestellt ist, dass jederzeit die aktuellen Prüffunktionen (Signaturdaten) verwendet werden.

Wussten Sie schon, dass bei der Abfrage Ihrer E-Mail-Konten der POP3-Benutzername und das Kennwort im Regelfall als Klartext über das Internet übertragen werden? Sie sollten die folgenden Abschnitte lesen und daraus grundsätzliche Schlussfolgerungen für Ihre E-Mail-Einrichtung ziehen.

Sicherheit bei der Übertragung von elektronischen Nachrichten

Insbesondere für Geschäftsprozesse, aber auch für private Anwendung werden derzeit die E-Mail-Dienste des Internet am häufigsten genutzt. Mit einigen einfachen Verhaltensregeln und der Verwendung einer einfach zu bedienenden Verschlüsselungssoftware kann die Sicherheit beim Versand und Empfang von Nachrichten erheblich verbessert werden.
Zunächst ist zu klären, welcher Provider für die E-Mail Handhabung ausgewählt werden soll. Neben verschiedenen kostenfreien E-Mail-Angeboten stehen auch viele kostenpflichtige Anbieter mit unterschiedlichem Leistungsumfang zur Auswahl. Die Unterschiede liegen in der Ausstattung der einzelnen Angebote, eine Auswahl kann nur durch eine klare Kriterienbestimmung getroffen werden. Anhand einiger Beispiele möchte ich nachfolgend die Komplexität des Themas verdeutlichen und einige Entscheidungsansätze geben. Zunächst jedoch einige grundsätzliche Erklärungen zum Versand und Empfang von Nachrichten:
Bei der am häufigsten anzutreffenden E-Mail-Konfiguration werden die Nachrichten von der E-Mail-Anwendung (Clientprogramm) auf dem Computer des Anwenders an einen Internet-Mailserver gesendet. Hierbei kommt das SMTP (Simple Mail Transfer Protocol) zur Anwendung. Der Empfang von Nachrichten stellt  ist eigentlich ein Abruf der Nachrichten von einem Internet-Mailserver über das Postabholeprotokoll POP3.
Während der Versand von Nachrichten im Regelfall ohne umfassender Prüfung von Benutzerdaten und Benutzerberechtigungen stattfindet, erfolgt für den Abruf von Nachrichten eine Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort am Internet-Mailserver. Hier besteht auch das oben erwähnte Sicherheitsproblem der Übertragung von Benutzernamen und Passwort über öffentliche Netzwerke als unverschlüsselter Text. Eine Risikominimierung liegt hier bereits in der Auswahl des E-Mail-Anbieters, ein direkter Verbindungsaufbau durch Einwahl am Standort des Mailservers sollte möglich sein, um die Risikostrecke in der Datenübertragung auf ein Minimum zu beschränken. Als absolut wichtige Richtlinie gilt: Alle externen Anmeldedaten (Benutzernamen und Passworte) sollten sich von den Anmeldedaten auf interne Systeme oder unternehmenskritische Datenbestände unterscheiden.

Beispiel 1: Es sollen gelegentlich Nachrichten empfangen oder versendet werden, es besteht zwar der Zugriff auf mehrere Computersysteme, aber es gibt keinen fest zugeordneten Arbeitsplatz.
Hier bietet sich die Verwendung eines sogenannten Freemail-Anbieters wie gmx, web.de oder Firemail an. Nachrichten werden online über ein Web-Interface verfaßt, gesendet und gelesen. Da kein fest zugeordnetes Computersystem besteht, ergibt sich nicht die Notwendigkeit der Einrichtung eines Clientprogramms.

Beispiel 2: Der Nachrichtenaustausch stellt eine wichtige Dienstleitung des Internet dar, E-Mail-Dienste werden häufig verwendet, es besteht ein fest zugeordneter Arbeitsplatz, der den zentralen Punkt in der Nachrichtenübertragung darstellt.
Hier sollte ein E-Mail-Anbieter gewählt werden, der neben den Standards POP3 und SMTP auch Features wie ein Web-Interface und Elemente für die erweiterte Nachrichtensteuerung anbietet. Auf dem Arbeitsplatzcomputer wird ein Clientprogramm mit den entsprechenden POP3- und SMTP-Einstellungen eingerichtet, damit ist ein einfacher und regelmäßiger Nachrichtenaustausch unproblematisch möglich.

Beispiel 3: Es werden ständig E-Mail-Dienste genutzt, sie sind eine fundamentale Funktionalität. Diese Dienste sollen nicht nur von einem Computersystem, sondern auch von unterwegs genutzt werden. Ferner sollen mehrere E-Mail-Adressen genutzt werden, um den Nachrichtenaustausch nach bestimmten Kriterien zu kanalisieren.
Hier empfiehlt sich der Einsatz eines eigenen Mailservers, dieser kann entweder in die eigene Datenverarbeitungsanlage integriert werden oder bei einem Serviceprovider betrieben werden. Der Vorteil eines eigenen Mailservers liegt in der umfangreichen Konfigurations- und Anpassungsfähigkeit des Gesamtsystems. Insbesondere sind hier Funktionen für die Weiterleitung, Adress- und Aliasfunktionen und Stellvertretereinrichtungen als Vorteil hervorzuheben. Unter bestimmten Gesichtspunkten ist hier jedoch der erhöhte administrative Aufwand als Nachteil zu bewerten.


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