Microsoft Betriebssysteme
Historie
Windows 1.0 erschien im Juni 1985. Für diese
(wohlgemerkt recht einfache) grafische Benutzeroberfläche gab es keinerlei
Anwendungen, somit war der Nutzen und die Akzeptanz auch dementsprechend gering.
Die ersten europäischen Versionen von Windows 1.0 wurde ab Anfang 1986
angeboten.
Windows 1.03 war ab Januar 1987 verfügbar. Neben der
besseren Hardwareunterstützung lag der Vorteil im besseren Handling von Umlauten
Windows 2.0 erschien im März 1987. Erste
Anwendungsprogramme sind verfügbar, die Oberfläche und die Bedienung wurde
verbessert. Die deutsche Version von Windows 2.0 erschien Im Juli 1988, für
386-basierende Prozessoren entsteht der Name Windows 386.
Windows 3.0, die erste Windows-Version mit
Bekanntheitsgrad, erschien Mai 1990. Mit Windows 3.0 schaffte es Microsoft auch
erstmalig, fast zeitgleich Versionen in verschiedenen Sprachen auf den Markt zu
bringen. Für Windows 3.0 waren in relativ kurzer Zeit eine Vielzahl von
Anwendungen verfügbar, erst diese Windows-Version wurde in großen Stückzahlen
verkauft.
Windows 3.1 kam im April 1992 in den Handel. Als
wichtigstes Detail ist die erstmalige Verwendung von TrueType-Schriftarten zu
nennen. Diese Version war eine stark überarbeitete Version von Windows 3.0, sie
war deutlich stabiler als die Vorversion und hatte eine deutlich gefälligere
Oberfläche.
Windows für Workgroups 3.1, erschienen im Oktober 1992
hatte außer der zusätzlichen Netzwerkfunktionalität keine großen
Unterschiede zu Windows 3.1. Die Netzwerkfunktionalität für Peer to Peer
Netzwerke kann für Drucker und Verzeichnisse genutzt werden.
Windows für Workgroups 3.11 war seit Januar 1993
verfügbar. In der Oberfläche sind kaum Unterschiede festzustellen, der Betrieb
ist jedoch etwas stabiler und unter Umständen etwas schneller als Windows für
Workgroups 3.1
Windows NT 3.1 als erstes reines 32-Bit Betriebssystem
erschien im April 1994. Der Systembetrieb war unabhängig von MS-DOS möglich,
jedoch die für die damalige Zeit unglaublich hohen Hardwareanforderungen und
auch die noch weite Verbreitung von DOS-basierenden Anwendungen sorgten dafür,
dass dieses Betriebssystem keine weite Verbreitung fand.
Windows NT 3.5
Windows NT 3.51
Windows 95 erschien im August 1995 als gemischte
16/32-Bit-Version. Bestechender Vorteil gegenüber den vorherigen
Windows-Versionen war die neuartige grafische Oberfläche und viele Änderungen in
der Bedienung. Windows 95 ersetzte als Betriebsystem MS-DOS und Windows bzw.
Windows für Workgroups, gegenüber Windows NT wurden jedoch recht moderate
Hardwareanforderungen gestellt. Unter Windows 95 waren Datennamen mit mehr als 8
Zeichen in einem zu DOS kompatiblem 8+3-Format möglich.
Windows NT 4.0 begann Microsoft Anfang 1997 den
Angriff auf den Workstationbereich und intensivierte seine Aktivitäten auf im
Serverbereich. Gegenüber Windows NT 3.51 sticht die grafische Oberfläche -
ähnlich Windows 95 - und die deutlich verbesserte Funktionalität hervor.
Windows 98 erschien im Oktober 1998 mit ähnlichen
Eigenschaften wie Windows 95, jedoch mit einem deutlich überarbeitetem
Innenleben. Neben der neu eingearbeiteten bzw. verbesserten Unterstützung von
neuer Hardware (AGP, USB, Grafik, Video usw.) bringt dieses Betriebssystem
gegenüber den Vorversionen auch deutlich mehr Stabilität und bei gut bemessener
Hardware auch einen deutlich höhere Geschwindigkeit.
Windows 2000 stellt die konsequente Weiterentwicklung von
Windows NT 4.0 dar. Neben der deutlich überarbeiteten Benutzeroberfläche
sind die verbesserte Treiberunterstützung sowie deutliche Verbesserungen im
Dienstmanagement und der Netzwerkkonnektivität überzeugend. Eine Anzahl
Dienste und Einstellungen können nun ohne den von NT 4.0 immer wieder
aufreibenden Neustarts in Betrieb geändert werden. Bei Windows 2000 Server wurde die von Windows NT 4.0 Server
bekannte Benutzerdatenbank durch das Active Directory, einen zentralen Verzeichnisdienst, abgelöst.
Windows XP wurde im September 2002 als reines Workstation-Betriebssystem in den Versionen
Windows XP Professional und Windows XP Home produziert. Die Unterschiede zwischen beiden Systemen
liegen in der Netzwerkkonnektivität und in bestimmten Systemeigenschaften wie Dateiverschlüsselung,
Fernsteuerung, Offline-Ordnern, Mehrprozessorunterstützung, zentraler Verwaltung und Verwaltung der
Zugriffsrechte.
Windows 2003 wurde im Sommer 2003 als reines Serverbetriebssystem aus Windows 2000 weiterentwickelt.
Die erste Neuerung ist schon bei einer Standardinstallation festzustellen, es werden nur die fundamental
erforderlichen Komponenten installiert. Mit Windows 2003 Server wird der Internet Information Server 5.1
und damit die erste Plattform zur Unterstützung von asp.net geliefert. Auch Active Directory liegt in
einer verbesserten Version vor. Windows 2003 Server wird für die verschiedenen Einsatzzwecke in
unterschiedlichen
Versionen angeboten.
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