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Microsoft Virtual PC

Microsoft hat im Jahr 2003 das Unternehmen Connectix übernommen. Ende 2003 wurde das Produkt Virtual PC 2004 von Microsoft auf den Markt gebracht, gegenüber der Vorversion (Connectix Virtual PC 5.2) hat sich einiges getan. Die Bedienoberfläche des Programms wurde weitgehend beibehalten, auch in der grundsätzlichen Funktionalität haben sich keine tiefgreifenden Änderungen ergeben. Eerheblich sind jedoch die internen Veränderungen, so ist jetzt beispielsweise die Bindung von bis zu vier Netzwerkkarten in die Gastbetriebssysteme möglich. Die Konfiguration erfolgt hier nicht mehr zentral über die Voreinstellungen von Virtual PC, sondern im Konfigurationsbereich der einzelnen virtuellen PCs. Die Zuornung kann jeweils zu den physikalisch vorhandenen Netzwerkkarten des PC-Systems oder zu einem ungebundenen, interen Netzwerk erfolgen. Damit sind auch außerordentlich komplexe Netzwerksituationen auf einem PC-System nachzubilden. Weggefallen ist leider die VNC-Unterstützung für die virtuellen PC'. Im Gegensatz zu anderen Verlautbarungen können nicht nur Windows-Betriebssysteme, sondern unter anderem auch OS/2, Linux und Novell genutzt werden.

Die folgende Beschreibung wurde aus dem Bereich Produkte - Connectix Virtual PC übernommen:

Jeder kennt es, einige ältere Anwendungen laufen nicht mit neueren Betriebssystemen oder die Umstellung auf ein ganz anderes Betriebssystem macht die Weiterverwendung von vorhandenen Programmen völlig unmöglich. Auch im Integrations-, Service- und Supportbereich besteht häufig die Notwendigkeit, betriebsbereite Systeme mit unterschiedlicher Softwareausstattung bereitzuhalten, um Kundenanfragen oder Problemstellungen nachzuvollziehen und entsprechende Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Auch für den Test neuer Software (Anwendungen und Betriebssysteme) ist Hardware bereitzustellen und die Testsysteme mit nicht unerheblichen Aufwendungen vorzubereiten, einzurichten und auch wiederherzustellen, gegebenenfalls ist autonome Netzwerktechnik für die Testumgebung bereitzustellen.

Konzept

Neben der Möglichkeit, einige Hardware-Systeme in Autonomie oder mit der alten Systemplattform zu betreiben, ist der Einsatz von Virtual PC eine durchaus sinnvolle Alternative.
Virtual PC gestattet es, auf dem PC-System (Host-System) einen oder auch mehrere virtuelle PC (Gast-Systeme) zu betreiben. Diese virtuellen PCs stellen hardwareseitig eigenständige Maschinen dar und sind somit sind vom verwendeten Betriebssystem vollkommen unabhängig und können daher mit fast beliebiger Software ausgestattet werden.
Die simulierte Hardwareausstattung ist auf eine Konfiguration festgelegt, die treiberseitig von vielen Betriebssystemen unterstützt wird:
  • S3 Trio 32/64 Grafikadapter
  • DEC 21140 basierender Fast Ethernet Controller
  • Intel Bus Master IDE-Controller
  • Sondblaster 16 komatible Soundkarte

Systemkonfiguration

Der Arbeitsspeicher ist für jeden virtuellen PC einstellbar, eine entsprechend großzügige RAM-Ausstattung des Hostsystems ist natürlich erforderlich. Am Hostsystem vorhandene serielle und paralelle Schnittstellen können auf die virtuellen PCs umgeleitet werden. Die lokal am Host verfügbaren Wechellaufwerke (CD-ROM, Diskettenlaufwerke) können auf die virtuellen PCs umgeleitet werden oder über Imagedateien mit den gewünschten Daten bestückt werden. Das funktioniert absolut Reibungslos, sograr das Booten von Disketten- oder CD-Laufwerken ist unproblematisch möglich.
Es können bis zu drei Festplatten an jeden virtuellen PC angekoppelt werden, die Festplatten werden im Regelfall durch Abbildungsdateien auf einem Laufwerk des Host-Systems dargestellt. Diese Abbildungsdateien können wahlweise von fester Größe sein, oder automatisch um den erforderlichen Speicherplatz erweitert werden (dynamische Abbildung). Weiterhin ist als Sonderfall der physische Zugriff auf Partitionen oder Geräte möglich, diese Funktionalität sollte jedoch wegen möglicher Datenverluste nur unter größter Umsicht eingesetzt werden.

Netzwerkbetrieb

Die Netzwerkintegration erfolgt entweder unter Mitbenutzung der Netzwerkeinstellungen des Host-PC über NAT, oder über eine komplett eigene Netzwerkanbindung über die virtuelle Umschaltung einer Host- Netzwerkkarte.
Insbesondere die virtuelle Umschaltung ist eine sehr interessante Funktionalität, gestattet sie doch vom Hostsystem völlig unabhängige Netzwerkeinstellungen. So können beispielsweise Netzwerkprotokolle verwendet werden, die auf dem Host-System nicht implementiert sind oder (Server)Dienste mit völlig eigenen Netzwerkkonfiguration je virtuellem PC angeboten werden.

Einsatzmöglichkeiten

Es ist möglich, die virtuellen PC-Systeme in einen Ruhezustand zu versetzen oder den aktuellen Zustand zu speichern, wodurch sehr kurze Startzeiten möglich sind. Ferner kann für die Datenträger einen Undo-Betrieb aktiviert werden, alle Änderungen an der Festplattendatei werden nach dem Herunterfahren des virtuellen PCs verworfen. Diese Möglichkeiten sind für Support- und Testbereiche besonders interessant.
Auch für komplexe Test von Anwendungen, Versuchsaufbauten von Systemumstellungen oder einfach nur für den Betrieb von Anwendungen, die für andere Betriebssystemen entworfen wurden, stellt Virtual PC eine günstige und leicht zu verwaltende Lösung dar. Auch die Konzentration von Zweit- oder Ersatzsystemen auf eine einzige Maschine kann mit Virtual PC problemlos durchgeführt werden.



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