Lizenzierung Windows Server und Server-Produkte
Das bewährte Modell
(Serverlizenz, Client-Zugriffslizenz und Internet-Connector-Lizenz)
Serverlizenz:
Die Server-Software stellt auf einem als Server eingesetzten Computer Dienste
oder Funktionalität zur Verfügung. Für jedes installierte Serverprodukt ist eine
eigene Serverlizenz erforderlich. Jede erworbene Lizenz berechtigt den Kunden,
die Server-Software auf einem einzigen Server zu installieren. Lizenzen können
erworben werden in Form von Einzelhandelspaketen(FPP) oder über die
Microsoft-Volumen-Lizenzprogramme.
Die Software wird als einheitliches Produkt lizenziert. Die
Server-Software-Komponenten dürfen nicht zur Nutzung auf mehr als einem Server
getrennt werden. Die Microsoft-Server-Produktreihe darf aus diesem Grund nicht
auf verschiedenen Servern eingesetzt werden.
Beispiel: Microsoft Back-Office Server 4.5 ist ein einheitliches Produkt, das
mehrere Komponenten (u.a. Windows NT Server, Exchange Server, SQL Server)
enthält. Der Kunde darf die Komponenten auf einem einzigen Server installieren
und verwenden; die Komponenten dürfen nicht auf mehrere Server aufgeteilt
werden.
Client-Zugriffslizenzen:
(Lizenzierung der Zugriffe auf die Server-Software)
Das bewährte Microsoft-Lizenzmodell für die Zugriffe auf Server-Software
unterscheidet sich zwischen Client-Zugriffslizenzen und
Internet-Connector-Lizenzen. Um von einem Gerät (Client) auf die Dienste der
Server-Software Zugriff zu nehmen, muss eine separate Client-Zugriffslizenz
erworben werden. Mit anderen Worten: Mit der Server-Lizenz kann man das Netzwerk
einrichten und mit der Client-Zugriffslizenz kann man es benutzen.
Client-Software: ermöglicht es einem Gerät, auf die Dienste oder Funktionalität
der Server-Software zuzugreifen oder diese zu verwenden. Bei einigen
Serverprodukten wird die Client-Software mitgeliefert. Ein Beispiel dafür ist
Microsoft Outlook als Client-Software von Microsoft Exchange Server. Die
Nutzungsbestimmungen der Client-Software auf den Geräten sind abhängig vom
gewählten Lizenzmodell: Lizenzierung der Zugriffe mit Client-Zugriffslizenzen
oder Lizenzierung pro Prozessor.
Geräte für den Zugriff auf die Server-Software: Ein "Gerät" (Device) im Sinne
der Microsoft-Lizenzbestimmungen ist ein elektronisches Gerät, mit dem man auf
die Dienste einer Server-Software zugreifen oder sich deren Dienste nutzbar
machen kann. Beispiele für solche Geräte sind Computer, Workstations, Terminals,
Handheld-PC`s, Pager, Telefone, "Smart Phones" oder andere elektronische Geräte.
Client-Zugriffslizenz (CAL): Die Abkürzung CAL leitet sich von der englischen
Bezeichnung Client Access License ab. Die Client-Zugriffslizenz erlaubt, von
einem Gerät (Client) auf den Server zuzugreifen und seine Dienste zu nutzen.
Eine CAL ist eine Nutzungslizenz, keine Software. Jede direkte oder indirekte
Verbindung zwischen einem Gerät (Client) und dem Server gilt als Zugriff auf die
Dienste des Servers. Eine CAL ist unabhängig davon erforderlich, ob die zur
Server-Software angebotene Client-Software oder irgendeine andere Software
verwendet wird. Versionsnummer: Jede CAL muss dieselbe Versionsnummer wie die
Server-Software oder eine höhere Versionsnummer als die Server-Software haben.
Lizenzierung im Pro-Arbeitspltz-Modell: Jede Client-Zugriffslizenz muss einem
bestimmten Computer, einer bestimmten Arbeitsstation oder einem anderen
digitalen elektronischen Gerät zugeordnet werden. Sie verleiht das recht, mit
diesem Computer, dieser Arbeitsstation oder dem anderen digitalen elektronischen
Gerät auf die Dienste eines jeden Servers zuzugreifen oder diese in sonstiger
Weise in Gebrauch zu nehmen. Eine pro Arbeitsplatz Zuordnung ist das
Standardmodell für verteilte Rechner-Umgebungen mit mehreren Servern bei
häufiger Nutzung der Server oder wenn der Client-Zugriff zu jeder Zeit
gewährleistet sein muss.
Lizenzierung pro Server: Die Client-Zugriffslizenzen (CAL) werden einem
bestimmten Server zugeordnet. Die Zahl der zu erwerbenden CAL`s muss der
Höchstzahl von Geräten entsprechen, die auf die Dienste dieses Servers
gleichzeitig zugreifen.
Entscheidet sich der Kunde für die Zuordnung pro Server, kann er ein einziges
Mal zum Pro-Arbeitsplatz-Modus wechseln. Die bereits erworbenen CAL`s können
weiter verwendet werden, die noch fehlenden CAL`s müssen dazu gekauft werden.
Wenn nur ein Server vorhanden ist, eignet sich die Per-Server-Lizenzierung. Wenn
die Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe auf alle Server die Anzahl der
Arbeitsplätzeübersteigt, ist der Kunde mit der Per-Seat-Lizensierung besser
beraten.
Der Kunde kann beide Modelle der CAL-Lizenzierung in einem Unternehmen mischen.
In Bezug auf einen Server können die beiden Modelle nicht gemischt werden. Der
Zugriff auf ein Serverprodukt auf einem bestimmten Server kann nicht
gleichzeitig nach beiden Modellen lizenziert werden.
2. Das Modell für webbasierte Anwendungen (Prozessor-basierte Lizenz)
Es wurde nun ein Prozessor-basiertes Lizenzierungsmodell für die meisten .NET
Enterprise Server-Produkte eingeführt. Dieses neue Lizenzierungsmodell ist für
E-Business-Kunden von heute entwickelt worden, die webbasierte Anwendungen für
die Bereiche Business-to-Business, Business-to-Customer und Business-to-Employee
erstellen. Solche hardwarebasierten Lizenzierungsmodelle sind zum Standard in
einer webbasierten Welt geworden, in der traditionelle Messgrößen wie Benutzer
oder verbundene Geräte nicht mehr genau ermittelt werden können.
Prozessorlizenz: Microsoft implementiert nun auch ein Prozessor-basiertes
Lizenzierungsmodell. Im Rahmen dieses neuen Modells erwirbt ein Kunde eine
Prozessorlizenz für jeden Prozessor, der die Serversoftware ausführt.
Prozessorlizenzen können in jedem Internet-, Extranet- oder Intranetszenario
verwendet werden. Eine Prozessorlizenz beinhaltet den Zugriff für eine
unbegrenzte Anzahl von Benutzern/Geräten, um eine Verbindung aus dem LAN oder
WAN des Unternehmens oder von außerhalb des Firewalls herzustellen. Kunden
müssen keine zusätzlichen Clientzugriffslizenzen (CAL`s) oder Internet
Connectorlizenzen erwerben. Prozessorlizenzen werden in der Enterprise Edition
uns Standard Edition der Serverprodukte verfügbar sein.
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